Farbstreifen visualisieren die Klimaerwärmung in D seit 1880
https://showyourstripes.info

Klimaschutz und Webentwicklung

Die aus den Wetterdaten generierten „Warming Stripes“ visualisieren die jährliche Durchschnittstemperatur in Deutschland von 1881–2018 nach Messdaten des DWD (https://showyourstripes.info). Sie verdeutlichen anschaulich die Erwärmung des Klimas, deren Effekte allenthalben zu spüren sind und nur noch von wenigen Ewiggestrigen geleugnet werden.

Was können wir als Webagentur gegen die Klimakatastrophe unternehmen? Wo tragen wir dazu bei? Wo sind wir Teil des Problems, wo können wir Teil der Lösung sein?

Einerseits spart der Datenverkehr Ressourcen und damit Emissionen. Remote-Meetings per Videokonferenz ersparen Reisen, elektronische Dokumente, von PDFs bis zu E-Books ersparen Papierverbrauch. Andererseits verbrauchen auch Server Ressourcen und das Internet erzeugt inzwischen so viele Emissionen wie der gesamte Flugverkehr. [^https://www.fr.de/wirtschaft/mit-einem-hurrikan-kann-nicht-verhandeln-12272668.html]

Je größer die Datenmenge, desto höher der Energieverbrauch

Jeder Abruf einer Internetseite, jede Suchanfrage, jedes Streamen eines Videos verbraucht Strom – je größer die Datenmenge, desto höher ist der Energieverbrauch und sind damit die verursachten Emissionen. Neben den Nutzern haben natürlich auch Urheber und Entwickler die Aufgabe, verantwortlich mit den Ressourcen umzugehen.

Woher kommt z. B. die Energie, mit der der Server betrieben wird, auf dem Ihre Website gehostet wird? Viele Hoster setzen auf nachhaltig produzierte Energie. Durch den Wechsel zu einem grünen Hosting lassen sich Emissionen relativ leicht einsparen.

Auch der Content einer Seite spielt eine wichtige Rolle: Wie viele Seiten Text, wie viele Bilder und Videos sind wirklich nötig, um meine Ziele zu erreichen? Aufgrund der höheren Bandbreite und schnelleren Internetverbindungen können Websites immer größere Datenmengen bereithalten. So stieg die durchschnittliche Größe einer Website zwischen 2011 und 2017 von 929 KB auf 3034 KB. [^https://speedcurve.com/blog/web-performance-page-bloat/] Aber dient das wirklich auch der Qualität? Reduzierte Inhalte sparen Ressourcen und damit auch Emissionen bei jedem Seitenaufruf.

Emissionen reduzieren verbessert die Usability der Website

Auch technisch können abgerufene Datenmengen reduziert und damit Emissionen eingespart werden. Durch das Optimieren von Bildern lässt sich das Datenvolumen von vielen Websites reduzieren. Tools wie TinyPNG [^https://tinypng.com/] oder die Verwendung von SVGs reduzieren Datenmengen von Bildern ohne sichtbare Qualitätsverluste. Auch durch das Verringern der Anzahl geladener Files, das gezielte Einbinden von Skripten nur dort, wo sie benötigt werden, oder durch Cacheing von Inhalten können weitere Ressourcen eingespart werden.

Der positive Nebeneffekt vieler dieser Maßnahmen ist eine deutlich verbesserte Performance der Website. Die Konzentration auf das Wesentliche, die Reduktion von Bildern und Videos sowie kürzere Ladezeiten tragen zur besseren Usability der Seite, insbesondere auf mobilen Geräten, bei. Zudem fließt die Performance der Website auch in die Ranking-Kriterien von Google ein, sodass auch die Auffindbarkeit über die Suchmaschine davon profitiert.

https://www.websitecarbon.com/

Was können wir als Webagentur zur Verringerung von Emissionen beitragen?

  • Wir verringern den ökologischen Fußabdruck unserer eigenen Website, z. B. durch die sparsame Verwendung von Videos und externen Skripten sowie die Optimierung von Bildern.

  • Wir sprechen mit unseren Kunden und Partnern, mit denen wir gemeinsame Webprojekte durchführen, über den Impact ihrer Seiten. Wir weisen auf Einsparpotenziale hin und bevorzugen nachhaltige Lösungen.

  • Wir verzichten auf Flugreisen zu Teammeetings oder Workshops und Meetings bei Kunden und bevorzugen Remote-Meetings wie Videokonferenzen oder reisen mit dem Zug.

  • Wir haben die Erklärung der Entrepreneurs for Future unterzeichnet und unterstützen die Ziele der Bewegung für mehr Klimaschutz [^https://www.entrepreneurs4future.de]

  • Darüber hinaus orientieren wir uns an Unternehmen der Gemeinwohlökonomie [^https://www.ecogood.org/de/]. Wir unterstützen die Bestrebungen nach einer neuen, nachhaltigen Wirtschaft, die mehr am Wohl von Menschen und weniger an Wachstum ausgerichtet ist.

Anregungen und weitere Ressourcen finden Sie hier: